Was sich gegenüber Riester ändert
Das Altersvorsorgedepot ersetzt die Riester-Rente für Neuverträge — an drei Stellen sieht es deutlich anders aus.
Riester musste zum Rentenbeginn alle Beiträge garantieren — das zwang die Anbieter in niedrig verzinste Anlagen. Das Altersvorsorgedepot darf voll in breit gestreute Fonds investieren.
Statt 175 € Grundzulage jetzt bis zu 540 € im Jahr — und sie hängt direkt an deinem Beitrag statt an einer Prozentregel vom Vorjahresbrutto.
Der geförderte Kreis ist erweitert: Gewerbetreibende, Freiberufler und Pflichtmitglieder berufsständischer Versorgungswerke sind jetzt dabei.
Wie FreiAlter das rechnet
Ein Förderrechner sagt dir, was der Staat dazugibt. Ob sich das für dich lohnt, hängt an deinem Leben — und genau das rechnet FreiAlter durch.
Auf deine Situation gerechnet
Dein Einkommen, deine Kinder, dein Wunsch-Ruhestand. Das Depot läuft in deinem echten Plan mit — neben gesetzlicher Rente, Depot und Immobilie, nicht in einem Musterfall.
Mit echten Marktverläufen
Statt einer festen Prozentzahl rechnet FreiAlter tausende Verläufe aus historischen Renditen. Ein Crash trifft dein gefördertes und dein klassisches Depot im selben Jahr — so, wie er es im Leben auch täte.
Mit deinen Lebensereignissen
Elternzeit, Sabbatical, Jobwechsel: Wer in einem Jahr weniger einzahlt, bekommt weniger Zulage. Der Plan rechnet jedes Jahr einzeln, statt einen Durchschnitt zu bilden.
Bis zum letzten Lebensjahr
Auszahlung, Steuer — und die Frage, die kein Förderrechner beantwortet: Was passiert, wenn du vor 65 aufhören willst? Dann fehlt genau dieses Geld für die Überbrückung, und der Plan zeigt dir, wie viel.
Lohnt sich das für meinen Ruhestand?
Der Rechner oben zeigt eine Zahl. Dein Plan zeigt, was sie bedeutet: ob dein Geld reicht, wann du aufhören kannst und was passiert, wenn der Markt nicht mitspielt — mit gesetzlicher Rente, Depot und Immobilie in einer einzigen Rechnung.
Kostenloses Konto · E-Mail und Passwort genügen
Meinen Plan starten →Häufige Fragen
Was ist das Altersvorsorgedepot?
Ein staatlich gefördertes Depot für die private Altersvorsorge, abschließbar ab dem 1. Januar 2027. Es ersetzt die Riester-Rente für Neuverträge. Der entscheidende Unterschied: kein Garantiezwang mehr — du sparst breit gestreut in Aktien- und Anleihefonds, statt Rendite für eine Beitragsgarantie zu opfern.
Wie hoch ist die Förderung, und wie viel darf ich einzahlen?
Auf die ersten 360 € Eigenbeitrag im Jahr legt der Staat 50 Cent je Euro drauf, auf die weiteren 1.440 € noch 25 Cent — macht maximal 540 € Grundzulage. Je Kind kommen bis zu 300 € dazu, ab 300 € Eigenbeitrag jährlich für jedes Kind. Wer zu Beginn des Beitragsjahres noch keine 25 ist, bekommt einmalig 200 € Berufseinsteigerbonus. Mindestbeitrag für die Zulage: 120 € im Jahr. Zusätzlich sind bis zu 1.800 € Eigenbeitrag plus Zulagenanspruch als Sonderausgaben absetzbar (§ 10a EStG); das Finanzamt prüft automatisch, was für dich günstiger ist. Einzahlen darfst du bis 6.840 € im Jahr — darüber gibt es keine Zulage mehr, das Geld wächst aber weiterhin steuerfrei.
Wann komme ich an das Geld?
Frühestens mit 65, spätestens mit 70. Du wählst zwischen einer lebenslangen Rente und einem Auszahlplan, der mindestens bis zum 85. Lebensjahr läuft; zu Beginn sind einmalig bis zu 30 Prozent als Teilkapital möglich. Vorher kommst du nicht heran — das ist der Preis der Förderung und für alle, die früh aufhören wollen, der entscheidende Haken.
Wie wird die Auszahlung besteuert?
Nachgelagert mit deinem persönlichen Steuersatz (§ 22 Nr. 5 EStG), voll aber nur auf dem Teil aus geförderten Beiträgen — den ersten 1.800 € im Jahr plus Zulagen. Was du darüber einzahlst, kam aus versteuertem Einkommen; davon ist später nur der halbe Ertrag steuerpflichtig, wenn der Vertrag zwölf Jahre lief. Bei einer lebenslangen Rente ist es nur der Ertragsanteil, mit 67 also 17 Prozent der Zahlung. Während der Ansparphase bleiben Kursgewinne und Erträge steuerfrei: keine Vorabpauschale, keine Abgeltungsteuer. In der Krankenversicherung der Rentner ist die Auszahlung beitragsfrei — anders als eine Betriebsrente.
Lohnt sich das für mich — auch gegenüber einem klassischen ETF-Depot?
Es hängt an drei Stellschrauben: der Kostendifferenz zwischen den Depots, deinem Steuersatz im Ruhestand und deinen Kindern. Der Rechner oben stellt beide Seiten nach Steuern gegenüber, bei gleichem Aufwand — auf beiden Seiten geht derselbe Betrag vom Konto ab, weil die Zulage direkt in den Vertrag fließt und nur die Steuererstattung aufs Konto zurückkommt. Bei hohen Kosten oder hohem Steuersatz in der Rente kann das klassische Depot vorn liegen; der Rechner zeigt das offen an, statt die Förderung schönzurechnen. Die zweite Frage ist der Zugriff: Wer mit 55 aufhören will, kann dieses Geld für die Überbrückung nicht einplanen. Genau diese Abwägung rechnet FreiAlter im kompletten Plan durch.
Was passiert mit meinem Riester-Vertrag?
Bestehende Verträge laufen weiter und behalten ihre Förderung. Neue Riester-Verträge gibt es ab 2027 nicht mehr. Ein Wechsel in das neue Modell ist möglich, ohne die bisherige Förderung zurückzuzahlen.
Das Altersvorsorgereformgesetz ist beschlossen und verkündet (BGBl. 2026 I Nr. 156); die Produkte kommen zum 1. Januar 2027. Offen sind einzelne Umsetzungsfragen — etwa das Standarddepot in öffentlicher Trägerschaft. Wir prüfen monatlich nach und ziehen die Rechnung nach; Stand August 2026.
